| Stosswellentherapie |
|
|
|
|
Mit der Stoßwellenbehandlung therapieren wir seit über 10 Jahren folgende chronischen Erkrankungen erfolgreich:
Erst in neuerer Zeit haben wir die ESWT ausgedehnt auf das
Die Möglichkeit der Stoßwellenbehandlung in der Orthopädie hat sich aus der Nierensteinzertrümmerung mittels ESWT entwickelt. Ebenso wie in der Urologie werden Schalldruckwellen erzeugt, die in der Tiefe des Körpers gebündelt werden. Die freigesetzte Energiemenge ist hoch. Der entstehende Knall ist mit dem Überschallknall eines Düsenflugzeugs vergleichbar, wenn dieses die Schallwelle durchbricht. Daher werden während der Behandlung für alle Anwesende Gehörschutzgeräte getragen.
Wirkungsweise Der genaue Wirkungsmechanismus der Stoßwellentherapie ist nicht restlos geklärt, obschon unzählige wissenschaftliche Arbeiten den Erfolg der Therapie belegen. Die Wirkung tritt erst im Laufe von Wochen und Monaten nach der Behandlung auf. Wir führen daher grundsätzlich eine Nachkontrolle frühestens 6-8 Wo nach erfolgter Behandlung durch, weil vorher praktisch noch immer Restbeschwerden bestehen. Ein völlig anderes Therapieverfahren, welches ebenfalls mit mechanischen Wellen arbeitet, ist die radiale Druckwellen-Therapie. Sie hat ganz andere Eigenschaften als die fokussierte Stoßwellentherapie und darf nicht mit dieser verwechselt werden.
Unerwünschte Wirkungen Wir haben während über 10 Jahren keine schweren oder bleibenden Nebenwirkungen feststellen können. Selten kann es zu Blutergüssen oder Schwellungen kommen. Eine kurzfristige Schmerzverstärkung im Behandlungsgebiet betrachten wir als normale Reaktion auf diese Behandlungsform. Bei nicht konformer Handhabung kann es zu Schäden vor allem an lufthaltigen Strukturen (Darm, Lunge) aber auch an knöchernen Strukturen, Blutgefäßen, Nerven oder Sehnen mit Früh– und Spätauswirkungen kommen. Solche Fälle, von denen wir nur aus der Literatur Kenntnis haben, sind nicht als Nebenwirkungen der Therapie zu werten, es handelt sich dabei um eigentliche Kunstfehler. Auch bei der ESWT gibt es Therapieversager. In unserem Krankengut haben wir die besten Ergebnisse bei der Kalkschulter und beim schmerzhaften Fersensporn mit einer Erfolgsrate von über 85%.
Häufig gestellte Fragen zur extrakorporellen Stosswellentherapie ESWT
Braucht die ESWT eine Narkose? Nein, in den meisten Fällen genügt eine örtliche Betäubung. Bei Behandlung der Pseudarthrose und der Spontanfraktur braucht es entweder eine Regionalanästhesie oder eine Vollnarkose.
Bei welchen Leiden wirkt die ESWT? Wir wenden die ESWT seit über 10 Jahren mit grossem Erfolg bei folgenden Leiden an:
· Schmerhafte Kalkschulter (Periarthropathia calcarea) · Tennisarm und Golferarm (Chronische Epicondylitis) · Schmerzhafter Fersensporn (Fasciitis plantaris) · Schmerzhafte Achillessehne (Achillodynie) · Schmerzen an der Kniescheibenspitze (Patellaspitzensyndrom)
Eine seltenere Anwendung ist die Pseudarthrose, d.h. das Ausbleiben der knöchernen Heilung nach einem Knochenbruch.
Wie lange dauert die Behandlung? Der Behandlung dauert bei uns ca. 30 Minuten und wird im Allgemeinen nur einmal durchgeführt.
Wie wirkt die Stoßwelle? Die Wirkung ist vielschichtig: Neben einer verbesserten Durchblutung im behandelten Gewebe werden Nerven vorübergehend gelähmt, was die Schmerzempfindung herabsetzt. Damit wird der Teufelskreis durchbrochen. Bei der Behandlung einer Kalkablagerung führen die Stoßwellen zu einer physikalischen Umformung des Kalks, was den Abtransport durch körpereigene Zellen ermöglicht.
Ist die ESWT schmerzhaft? Zu Beginn der Behandlung kommt es zu teils unangenehmen Schmerzen, weswegen während einigen Tagen Schmerzmittel verabreicht werden. Die Schmerzen lassen nach einigen Tagen deutlich nach.
Kann die Behandlung immer durchgeführt werden oder bestehen Kontraindikationen? Es bestehen klare Gegenanzeigen:
Zahlt die Krankenkasse diese Behandlung? Obschon mittlerweile die ESWT eine der best untersuchten und dokumentierten Therapieformen darstellt und neben der hier diskutierten orthopädischen Indikation viele weitere Anwendungsgebiete bestehen, bezahlen die Krankenkassen in der Schweiz diese Behandlung nicht. Private Krankenkassen oder Zusatzversicherungen übernehmen jedoch in den meisten Fällen die Kosten oder einen Teil der Kosten der Therapie.
Können auch andere Leiden mit der ESW therapiert werden? Ja, mittlerweile ist die Wirkung bei schlecht heilenden Wunden (chronische ulcera) recht gut dokumentiert. Wir selbst haben wissenschaftliche Untersuchungen zur Anwendung bei Cellulite und bei Krampfadern durchgeführt und veröffentlicht: Fiorenzo Angehrn, Christoph Kuhn, Axel Voss; Clin Interv Aging. 2007 December; 2(4): 623–630: Can cellulite be treated with low-energy extracorporeal shock wave therapy? Fiorenzo Angehrn, Christoph Kuhn, Ortrud Sonnabend, Axel Voss; Clin Interv Aging. 2008 March; 3(1): 175–182.: Extracorporeal shock waves as curative therapy for varicose veins?
Wie läuft eine ESWT ab? Die Behandlung erfolgt prinzipiell ambulant in einer Sitzung. Die Behandlung wird immer mit Ihnen vorbesprochen, bringen Sie daher alle vorhandenen Dokumente und Röntgenbilder in die Sprechstunde mit. Die Behandlung wird wie eine Operation nicht am Besprechungstag durchgeführt, damit haben Sie genügend Zeit, die für Sie richtige Entscheidung zu treffen. Der Schallkopf des Behandlungsgerätes wird im Liegen direkt auf die zu behandelnde Stelle gesetzt. Vorher wird eine örtliche Betäubung gesetzt. Wir applizieren grundsätzlich primär eine sehr hohe Energiemenge, um weitere Behandlungen zu vermeiden. Nach erfolgter Behandlung werden Sie während kurzer Zeit in einem Zimmer überwacht und nachher entlassen. Wie bei jeder Lokalanästhesie wird bis zur Wiedererlangung der vollen Sensibilität vom Führen von Fahrzeugen und vom Bedienen von Maschinen abgeraten.
Wie erfolgt die Anmeldung? Sie können sich selbst anmelden oder aber dies via Ihren Hausarzt machen lassen. Tel. 0041 (0)32 344 4040 oder mittels Kontaktformular. Gerne stellen wir unsere langjährige Erfahrung der Behandlung mit ESW in Ihre Dienste.
|




